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Harmonie von Bug bis Heck:
Die schlichte Karosserie ist aerodynamisch gut durchgebildet.

Der Fiat 125 ist in seiner Konzeption kaum noch als eine Weiterentwicklung des Erfolgswagens Fiat 124 zu bezeichnen, denn bis auf die hervorragenden Scheibenbremsen an allen Rädern hat man so ziemlich alles neu gemacht, zum Teil besser, zum Teil ... nun ja, man kann nicht schlechter sagen, auch wenn man manches vermißt.

Aber: Der 125 bringt nicht weniger, sondern sogar mehr als der Fiat 124. So wird die Fußbremse servounterstützt, das Armaturenbrett mit den schönen Rundinstrumenten ist eine Wucht, ja es gibt sogar Düsen für eine Innenentlüftung! Doch die in der Strahlrichtung verstellbaren Luftdüsen auf dem Armaturenbrett sind einfachen Düsen, die nur Kaltluft bringen, gewichen. Der imponierende Handschuhkasten des 124, der dort den ganzen rechten Teil des Armaturenbretts aufklappt, ist durch ein konventionelles Kästchen ersetzt. Dafür gibt es eine durchgehende – nur von der Regelung der Klimaanlage unterbrochene – Ablage unter dem Armaturenbrett, deren Polsterrand allerdings durch eine Chromleiste kniefeindlich ‚angehübscht‘ ist.

Wenig Knöpfe, gut erkennbare Armaturen, durchgehende Ablage, Sicherheitslenkrad und hervorragende Ausstattung zeigt der Blick auf den sehr sportlich gestalteten Volant.
Im Fond herrscht Kniefreiheit. Die rückwärtigen Türen öffnen weit, die weit zurückgesetzten Fondsitze sind tief und geben seitlichen Halt. Devise: Mehr Knie- als Kofferraum!

Ebenfalls zu begrüßen ist das Zweispeichenlenkrad mit einer gepolsterten Platte über den Speichen, die auch den gefährlichen Hupenring des 124 ersetzt. Weiter ist Platz für ein normales Autoradio, und der Aschenbecher sitzt wieder für Fahrer und Beifahrer griffbereit in der Mitte. In die große Zeituhr (mit Sekundenzeiger) sind am Rande Benzinuhr, Kühlwasserthermometer und die Leuchten zur Anzeige vom Licht bis zur Handbremse eingebaut. Gebläse und Scheibenwischer sind zweistufig, mit einem Hebel kann man sogar die Scheibenwischer auf ‚Zeitlupe‘, also mit kleinen Unterbrechungen – etwa bei leichtem Nieselregen – einstellen. Der Rückscheinwerfer ist serienmäßig.

Die Aufzählung zeigt, daß der 125 im Gegensatz zum etwas spartanischen 124 auf Luxus ausgerichtet ist. Die Fiat-Leute nennen ihn sogar mit leichter Übertreibung einen ‚herrschaftlichen Wagen‘.


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